Hinterer Rebstock, Montabaur

Zuwegung zur Altstadt

Die heutige Verbindung, von der Altstadt Montabaur’s zur Stadterweiterung im Norden, über die Straße Hinterer Rebstock zur Alleestraße, entspricht technisch nicht den heutigen Anforderungen und strahlt keine Attraktivität aus. Dabei bildet der Straßenzug Hinterer Rebstock, mit seinem historisch verorteten Stadtzugang, eine direkte Zuwegung zur Altstadt von Montabaur. Innerhalb der Altstadt weisen Gebäude und Straße ein orttypisches, pittoreskes Bild aus zweigeschossigen Gebäuden mit Fachwerk und Schieferverkleidung auf. Die Straßenoberflächen aus regionalem Basaltkleinsteinpflaster und Betonsteinpflaster, mit historischen Lampentypen, unterstützen das historisierende Bild. Die vielbefahrene Alleestraße, am Fuße des Schlossbergs, ist geprägt durch eine Mischung aus Gewerbebauten und Wohnimmobilien, unterschiedlicher Struktur und Größe. Am Kreisverkehr schließt aus nördlicher Richtung die Straße Allmannshausen an und eine fußläufige Verknüpfung an die Hohe Straße. An dieser Schnittstelle der historischen Stadt und der Stadterweiterung bildet das Hanggrundstück Hinterer Rebstock-Alleestraße das elementare Gelenk aus, welches den Eingang zur Stadt anbietet und eine direkte Verbindung der Quartiere herstellt.

Der Entwurf schließt diese Lücke im Stadtgefüge mit einer markanten, linearen Treppenanlage, in einer begrünten Hanggestaltung. Dabei wird das monolithische Betonbauwerk, bewusst als sichtbare Fuge in den Hang integriert und als Landmarke installiert. Das verlängerte Band des Treppenlaufes verknüpft mit seinen in die Straßenzüge verlängerten Podeste unmittelbar die beiden unterschiedlichen Stadtebenen. Als Geste konzipiert, bietet die Treppe eine unmittelbare und direkte Verbindung. Integrierte Schubrampen erlauben das Schieben von Fahrrädern und Kinderwagen.

Bauherr

Stadt Montabaur

Verfahren

Direktbeauftragung

Gesamtfläche Realisierung

1.469 m²

Bauzeit

2019