Besucherzentrum Nationalpark Schwarzwald, Baiersbronn

Eine Spur wilder

Als Leitidee des Entwurfs dient das Bild der Integration der baulichen Elemente in die umgebende, natürliche Waldstruktur. Während das Gebäude dieses Ziel durch eine gezielte bauliche Überhöhung von gestürzten Baumstämmen im Naturwald erreicht, fügt sich der Freiraum in die umgebende Landschaft ein. Durch wenige bewusst gesetzte Elemente wird das Gesamtensemble inszeniert. Eingriffe in die bestehende Landschaft sind auf ein notwendiges Maß reduziert und großflächige Neubegrnungen erlauben die Wiederherstellung der gewachsenen Landschaftsstruktur.

Als Landmarke wird der Eingangsplatz Ruhestein zelebriert. Wie ein Teppich legt sich dieser zwischen das südliche Besucherzentrum und der Nationalparkverwaltung, sowie den angrenzenden Touristischen Einrichtungen. Hier erweitert sich das Besucherzentrum Nationalpark zu einem Vernetzungs- und Ausgangspunkt zu allen angrenzenden Aktivitäten des Ruhesteins. Rad- und Wanderwege, sowie mit PKW und Bus ankommende Besucher finden hier einen direkten Einstieg in den Nationalpark. Die Querung der Landesstraße wird mithilfe einer neugeschaffenen Insel und der Reduzierung der Geschwindigkeit sicherer und dem Ort angemessen hergestellt.

Während sich der Eingangsplatz als offene Situation darstellt, werden Stellplätze und Zufahrten als waldähnliche Gesamtanlage mit heimischern Baumsorten, integriert. Rund um das Besucherzentrum sind in dem wiederaufgebauten Wald notwendige Infrastrukturen eingebettet. Hangseitig wird in den bestehenden gewachsenen Waldstrukturen ein Spielbereich eingebaut, welcher über die Außenterrasse an das Foyer des Besucherzentrums angebunden ist. Gleich den gestürzten Bäumen des Parkes sind hier Balancier- und Kletterstämme zwischen den Bäumen gestaffelt aufgebaut und bilden in Verbindung mit Netzen und Seilen einen attraktiven Spielparcour aus. Höhepunkte sind in den Bäumen eingehängte Nester, welche den Kindern ungewöhnliche Ein- und Ausblicke in den Wald eröffnen.

Bauherr

Land Baden Würtemberg

Verfahren

Offener Realisierungswettbewerb

Gesamtfläche Realisierung

16.500m²

Bauzeit

2019-2020