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Alte Strasse Bremervörde

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Quartiersplatz ENKA-Areal Kelsterbach
(Wettbewerb | 2012 | 2.Preis)

Jahnplatz Bad Langensalza
(Wettbewerb | 2012 | 4.Preis)

Westerwaldstrasse Rengsdorf
(Wettbewerb | 2012 | 2.Preis)

Hauptstrasse Markt Erlbach
(Wettbewerb | 2012 | 3.Preis)

Ingolstädter Strasse Manching
(Wettbewerb | 2011 | 2.Preis)

Scharnier Bad Wildungen
(Wettbewerb | 2011 | 2.Preis)

Alte Strasse Bremervörde
(Wettbewerb | 2010 | 2.Preis)

Fußgängerzone Annastraße Augsburg
(Wettbewerb | 2010 | 1.Preis)

Hauptstrasse Neuenstadt am Kocher
(Wettbewerb | 2009 | 2.Preis)

Georgswall Aurich
(Wettbewerb | 2008 | 3.Preis)

Archiv

 

Alte Strasse Bremervörde

Die Alte Straße wird zum Ausgangspunkt einer Strategie, die eine Qualifizierung der öffentlichen Freiräume von innen heraus verfolgt. Stadt wird von seinem Zentrum aus „gedacht“ und dieses nach einem durchgängigen Gestaltungsprinzip weiter entwickelt, vernetzt und verdichtet. Von der Straße zum Stadtraum. Die geplante Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 20 eröffnet neue planerische Möglichkeiten. Die Alte Straße als konventioneller Straßenraum weicht einer Gestaltung, in dem sich die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer in gegenseitiger Rücksicht nebeneinander bewegen. Der Straßenquerschnitt ist zukünftig barrierefrei ausgebildet. Fahr- und Gehbereiche sind in einem durchgehenden Klinkerpflaster vereinheitlicht. Das Pflaster ist nicht neu. Es findet sich bereits in den nördlich angrenzenden Geschäftsbereichen sowie auf vielen Gehwegen der Stadt wieder. Der Fahrkorridor wird durch die Führung der Entwässerungsrinnen dezent markiert. Die angrenzenden Parkplätze an Apotheke und Rathausmarkt bleiben erhalten und werden durch Stellplätze für Kurzparker entlang der südlichen Straßenseite sinnvoll ergänzt. In den angrenzenden Straßen entsteht ein Übergang zwischen der asphaltierten Fahrbahn und des Klinkerbelages. Gleichsam einer Fuge verdeutlicht dieser Wechsel die neue Funktion der Straße in gestalterischer und verkehrstechnischer Sicht. Das Entwurfsprinzip ist für die Neue Straße und Alte Straße durchgehend anwendbar. Das übergeordnete Entwicklungsziel ist eine einheitliche Gestaltung der historischen Wegespange als alter und neuer Rahmen der Bremervörder Innenstadt. Material – zwischen Tradition und Moderne Mit der Verwendung eines Klinkerpflasters knüpft der Entwurf an die historische Bauweise der Region an. Aufgrund seiner Robustheit bildet er eine solide und gestalterisch zeitlose Grundlage für die zukünftige Ortsentwicklung. Das Material wird hochkant in versetzten Reihen verlegt. Die ortstypischen Farben im Spektrum rot/braun geflammt erzeugen auf der Fläche ein lebendiges Farbspiel. Das Material hat sich innerhalb der regionalen Bautradition bewehrt. Für die Rinnen, die Markierungsschwellen der Stellplätze und die Abdeckungen der Baumscheiben wird einheitlich Granit verwendet. Mit der durchgehenden Verwendung von Sumpf-Eichen (Quercus palustris) sieht der Entwurf ein starkes, wiederkehrendes Element vor, was wesentlich zum Erscheinungsbild des Straßenraums beiträgt. Die auf der Südseite platzierte Baumreihe wirkt in seiner konsequenten Abfolge als wohltuender Gegenpol zur eher unruhigen Randbebauung. Die Bebauung entlang der Alten Straße ist im Erscheinungsbild inhomogen und durch nachträgliche Um- und Anbauten zum Teil stark überformt. In diesem Kontext sieht der Entwurf bauliche Ergänzungen vor, die Bremervörde in zeitgemäßer Architektur repräsentieren: Im Bereich der Alten Strasse/Ernst Bode Strasse wird eine zeilenförmige Eckbebauung geplant. Im Erdgeschossbereich sind größenvariable Gewerbeflächen vorgesehen. In den beiden Obergeschossen sind sowohl Wohnungen wie auch Büroflächen möglich. Die Fassaden sind so ausgerichtet, dass das Gebäude mit seiner unmittelbaren Umgebung korrespondiert ohne sich dabei aufzudrängen. So bildet sich an der Ecke „Alten Strasse/Ernst-Bode-Strasse“ eine markante Fassade, die wegweisend die Straßenzüge definiert und begleitet und somit als Adressbildung/Orientierungspunkt agiert. Um den Straßenraum der Alten Straße zu stärken wird statt einer Giebelverschönerung eine Fassadenneugestaltung der ansässigen Commerzbank vorgeschlagen. Sie bindet unmittelbar an die Traufe des Hauses 87/88 an. Somit verschwindet die störende Giebelansicht und es kommt zu einer Eckausbildung, die den Eingang zur Alten Strasse stärkt.